Macula-Degeneration

Eine 67-jährige Patientin zu mir in die Praxis mit der Diagnose trockene Macula-Degeneration. Diese Diagnose bekam sie vor ca. 3 Jahren. Die Frau ist bereits seit ihrer Pubertät stark kurzsichtig. Auf dem rechten Auge hat die Patientin eine Sehschwäche von -7,5 und auf dem linken Auge -6 Dioptrin. Die Augen wurden vor einigen Jahren auch schon einmal gelasert. Ausserdem leidet sie seit über 20 Jahren an einer starken Arthrose und hat deshalb sehr viel Cortison-Spritzen bekommen. Wegen einer Schilddrüsen-Unterfunktion nimmt sie ebenfalls Medikamente. Im Alter von 35 Jahren nach zwei Geburten hat sie eine Sterilisation vornehmen lassen. Seit ca. 3 Jahren hat sie ein künstliches Hüftgelenk auf der rechten Seite. Die linke Seite möchte sie im kommenden Winter operieren lassen und auch dort eine künstliche Hüfte einsetzen lassen.

Ich beginne mit der Behandlung nach Boel:

Eine Woche lang 2 Behandlungen täglich die so genannte A-Sitzung, eine Stunde Pause, dann die B-Sitzung. Es werden ausserdem Punkte aus der chinesischen Medizin genadelt.

In der 2. Behandlungswoche dann täglich eine Behandlung, im Wechsel jeweils die A- und B-Sitzung. Ich nehme hier wieder chinesische Punkte zur Boel-Behandlung dazu.

In der 3. Woche behandle ich jeden 2. Tag nach Boel im Wechsel A- und B-Sitzung unter Hinzunahme von Punkten aus der klassischen Akupunktur.

In der 4. Woche behandle ich noch 2 x nach Boel im Wechsel A- und B-Sitzung und nehme Punkte aus der Augenakupunktur um die Augenbraue herum dazu sowie einige oben genannten Punkte. Ich nadele die ganze Behandlung über bilateral. An den Wochenenden setze ich zusätzlich Ohrnadeln (Ohrsamen) in die Augenpunkte. Ich verordne Schüsslersalze, Homöopathie, pflanzliche Produkte zur Stärkung der Sehkraft und zur Ausleitung sowie homöopathische Augentropfen.

Die Patientin hat nach kurzer Zeit eine spürbare Verbesserung in der Halswirbelsäule. Sie ist in immer grösseren Abständen, auch was ihre starken Hüftbeschwerden angeht, immer mal wieder schmerzfrei.

Nach 3 Wochen spürt sie eine deutliche Verbesserung der Sehkraft. Nach Abschluss der Grundbehandlung kann sie mit ihrer alten Brille (1 Dipotrin schwächer) wesentlich besser sehen als mit der neuen Brille. Die Patientin fährt zur Kur.

Nach vier Wochen Pause sehen wir uns wieder zur Behandlung in einer A- und B-Sitzung, die einmal im Monat durchgeführt werden soll. Die Halswirbelsäule ist immer noch schmerzfrei. Die Sehkraft hat sich noch etwas mehr verbessert.